Geburtstagparty von Gabriel, Maria und NDR

Veronika kommt am 20.9., Vorabend meines 60. Geburtstages, pünktlich in Waren an. Eine kleine Rekreation, Nachtruhe. Morgen wird ein anstrengender Tag. Frühstück 7.30 Uhr, Putzen, Einräumen vom Wohnmobil. Es bleibt noch Zeit, die Füße in die Müritz zu halten. Mittag, Abfahrt nach Tempzin. Maria hatte letzte Woche Geburtstag. Einige Gäste kommen zum Kaffee, einige zur Vesper, Abendessen und ein Bierchen. Mein neues Spiel wurde ausprobiert. Nach Morgenlob und Frühstück Fahrt nach Schwerin. Jetzt ist Veronika dran #

Mittlerweile ist es Freitag, Laudes, Frühstück und Hl. Messe in St. Anna sollte alles bis 9.30 Uhr gelaufen sein, ging nicht ganz. Der Probst lud mich noch zu einem Interview ein, die Gemeinde soll mich kennen lernen. Jetzt los, um 10 Uhr Termin in Lankow, Erzbischöfliche Amt. Ging nicht ganz. War o.k. Hielten Gedankenaustausch über pastorale Arbeit in Mecklenburg. Hamburg ist weit weg. Sorgen, Probleme, Nöte sind präsent, drücken. Weiter fahren wir zum Großen Dreesch. Ich wollte Veronika den sozialen Brennpunkt zeigen und das Patchwork Center. Dort gab es Mittag. Ich traf alte Bekannte. Dennis kannte mich noch vom letzten Jahr. Enttäuschungen hat er erlebt, Sozialstunden ca. 1300 hat er geleistet. Am Ende schenke ich ihm mein T-Kreuz, Große Freude. Sr. Katharina in St. Andreas war mit unseren Besuch überrascht. „Der Herr kommt zu einer Stunde, die ihr nicht kennt!“ heißt es in der Bibel. Am Funkhaus kamen wir rein zufällig vorbei und fragten nach dem Programm für Sonntag. Gibt es nicht! Toll. Die Einfahrt war zu eng,.. O je. Wir brauchen einen Eisbecher und einen Bummel durch die Landeshauptstadt. Zum Chorfest mit Abendessen sind wir eingeladen. Viele Bekannte und neue Leute habe ich kennengelernt. Langer und anstrengender Tag. Nachtruhe. Samstag fiel die Frühstückseinladung aus, Das Wohnmobil steht hier sicher und gut. Wir bleiben vor Ort. Der Dom hat 220 Stufen und eine wunderbare Sicht über die Stadt. Vorher Spiegelartikel über mich und franziskanisch-unTerwegs. Den Besuch aus Hamburg treffen wir am Bahnhof, Mittag und intensives Gespräch für zwei Stunden. Intensiv, fordernd für beide Seiten.  Bin dankbar für Vertrauen und Offenheit. Michael, vom Pilgerweg kam dann. In der Abendmesse Konzelebration.  Ich kann von mir erzählen. Einladung zum Abendessen bei Regina und eine nette Unterhaltung. Ulf führte uns durch die nächtliche Stadt zurück. Von Jugendlichen unterwegs kann ich hier nicht reden. Es war spät an diesem Tag. Sonntag ist Ausschlaftag. Der Bus zur Geburtstagsparty des NDR fährt erst um 9.30 Uhr. Auch Karin vom NDR muss ins Funkhaus, kommen ins Gespräch. Das Magazin DER Spiegel steckt in ihrer Tasche. „Seite 52/53 müssen sie lesen, kennen sie den!“ „Das ist ja Interessant!“ Viele Menschen sind schon da, wir besuchen das Fernsehstudio und Stände im Garten. Am Kirchenzelt, beim Rundfunkrat bleiben wir stehen und treffen ein altes Ehepaar aus Güstrow. Er im Rollstuhl, sie gebrechlich. „Wir sind glücklich und zufrieden!“ Das ist doch toll. Ich wäre nicht Br. Gabriel, wenn mich nicht viele Menschen angesprochen hätten und umgekehrt. Um 14 Uhr sind wir aber schon auf dem Markt zur Eröffnung der Interkulturellen Woche. Abfahrt aus Schwerin ist gegen 16 Uhr. Ereignisreiche und schöne Tage und viele Begegnungen haben wir erlebt. Ach ja, eine Gruppe Eichsfelder trafen wir noch, aber das war kein Highlihgt. Montag früh nach Fulda, Veronika zurück bringen. Guter Job und gute Unterstützung. Vielen lieben Dank dir, Veronika, und alle, die mitarbeiten. Gott sei Dank!

# Jetzt kommt Veronika:

Morgenlob in der Tempziner Klosterkirche mit Maria. Schnelles Frühstück und dann Abfahrt nach Schwerin! Mein erstes Mal Schwerin, Landeshauptstadt und das zurecht. Herrschaftlich, repräsentativ und beeindruckend. Die Klosterstraße unsere Zieladresse. Ebenso beeindruckend durch ihre Lage, direkt hinter dem Amtssitz der Ministerpräsidentin und durch ihre Beengtheit. Schnelles „Hallo“ beim Probst Georg Bergner, kurze Stadtbegehung und schon mal ein heran tasten an die Laufkundschaft. Wir treffen Kasseler, Kölner, Berliner und sogar echte Schweriner, die Zeit haben am Donnerstagvormittag durch die Stadt zu laufen. Die Segenskarten wechseln ihren Besitzer, werden kritisch beäugt oder auch abgelehnt. 12 Uhr gibt es Mittagessen beim Probst und dessen Team, herzlicher Empfang und leckeres Essen. Schlüsselübergabe und Erklärung der Örtlichkeiten, denn wir bleiben bis zum Sonntag. Um 12:30 Uhr Termin mit dem Fotografen vom Spiegel. Gabriel hat vor kurzem ein Interview gegeben und nun braucht es noch Fotos, damit der Artikel in der neuen Ausgabe am Samstag erscheinen kann. Vor, hinter, neben und im Wohnmobil muss sich Gabriel positionieren. Einen Schritt nach rechts, einen halben nach links und wieder einen zurück. Als die Aufforderung kommt „stellen sie sich mal plausibel hin“, werde ich hellhörig. Wie wird Gabriel das umsetzen? Dann geht es weiter in die Fußgängerzone. Der Fotograf möchte Gabriel bei der Arbeit fotografieren. Es kommt wie es kommen muss, die meisten der Angesprochenen möchten nicht mit einem Foto im Spiegel erscheinen, nein auch nicht von hinten. Der gute Mann ist frustriert und hat genug. Wir gelangen zu der Einsicht, dass das eine blöde Idee war, denn die Angesprochenen kamen sich sicherlich veräppelt vor. Entschuldigung an alle. Nun lief es nach unserem Plan, eine private Führung durch die Schlosskirche mit Frau Herrmann und Frau Jürß, die extra wegen Gabriel hinzukam. Die Wiedersehensfreude war groß, die Führung informativ und kurzweilig und das Kaffeetrinken gemütlich. Der Gang durch den Garten am Schloss bildete das Ende des touristischen Tages. Abends ein Telefonat mit dem Spiegelredakteur, der noch Fragen hatte und wir noch Anmerkungen. Da ich als einzige von uns beiden, die Tragweite erfasst hatte, was es bedeutet, in Wort und Bild im Spiegel zu erscheinen, sah ich aufgeregt dem Samstag entgegen. Aber wie heißt es so schön: am Ende wird alles gut! Der Artikel ist die Wucht, der Redakteur bekam einen Begeisterungsanruf, meinen Nerven geht es gut!



Campen unter Campern

Nach dem Hochamt in Röbel zum Fest Kreuzerhöhung, fahre ich mit meinem Womo auf den Campingplatz in Ecktannen bei Waren (Müritz). Also vor der Haustür sozusagen. Vorher noch auf einen Kaffee zu Ramme, lag auf dem Weg. Einchecken, bezahlen für zwei Übernachtungen,. Ich suche einen Stellplatz, parke ein und baue alles auf. Das ist alles nicht so einfach. Auf was muss ich achten? Was muss ich beachten? Ich bin eben ein Laie auf diesem Gebiet. Die Fahne hängt, Bänke sind aufgestellt, Br. Theophil und Br. Axel haben einen würdigen Platz gefunden. Stellplatz 70. 7 ist eine heilige Zahl, drei die göttliche und 4 die irdische Zahl. Erst mal über den Platz, schauen, was so los ist. Nicht mehr so viel. Eher ältere Leute, keine Kinder und Jugend nehme ich war. Es gibt Toilettenhäuser, einen Kiosk, einen Imbiss. Gut so. Die Infrastruktur stimmt. "Wenn sie nicht aufgegessen haben, bescheren sie uns morgen schlechtes Wetter!" spreche ich einen Herrn an. "Das habe ich ihm auch schon gesagt!" und wir kommen ins Gespräch. Wir setzten uns zu ihnen und unterhalten uns über alles Mögliche. Sie aus Kevelar, er ist aus Krefeld. Sie ist aus der Kirche ausgetreten, er hat mit Kirche nichts am Hut, er hat natürlich keinen auf dem Kopf. Als wir uns verabschieden, waren es 2,5 h. Aber es war interessant und spannend. Am Ende war dann noch die Frage, wie es kommt, dass sie als Paar so weit auseinander wohnen. Die Arbeit.. Übrigens, er heißt Thomas mit Zusatz der Ungläubige, wie er selber sagt, und sie heißt Silvia. Zurück zum Wohnmobil, 70, die Komplet und Nachtruhe. Am nächsten Morgen, der Minimarkt macht erst um 8 Uhr auf, treffe ich schon ganz viele Menschen. Mich wundernd, "Wir sind alles alte Leute und leiden unter seniler Bettflucht!" Aha. Ob mir das auch so geht? Ich bin Frühaufsteher. Frank aus Dresden ist Agnostiker, kein Atheist, findet gut, was ich mache. Was mache ich? Quatsche morgens schon Leute an und frage, wo sie herkommen. Aus allen Ecken Deutschlands, HB, H, CUX, CE, PM, LIP, PB, M, EU, SÖM, KN, GHC, BNA, ST, STD und natürlich MSE. Nach dem Frühstück Mission, Gang über den Platz. Ich treffe unsere Nachbarn aus dem Sauerland. Enno aus Dresden, der mit dem Fahrrad nach Oslo will, eine junge Familie aus dem Erzgebirge, eine Jugendgruppe aus Erfurt. Ein Herr aus Euskirchen will nicht mit mir reden, muss er auch nicht. Weil ich ins Altenheim will, dass nicht weit ist, muss ich den Platz verlassen. Ein Wortgottesdienst für die 5 Katholikinnen, Danke ans Personal und Segenskarten für die Anderen. So war es ein voller Tag. Für den Abend habe ich die Nachbarn eingeladen und Dr. Ramme mit Familie. Gemütlich und feuchtfröhlich, endete der Abend nach einem langen Gespräch mit Enno, der erst morgen aufbricht, er ist Erzieher, 0.23 Uhr. Trotzdem ist Frühstück um 8 Uhr mit frischen Brötchen. Zusammenpacken und Rückfahrt zum Pfarrhof. Es bleibt nicht viel Zeit zum Ausräumen und Putzen. Um 14 Uhr kommt ein guter Freund aus Osnabrück, der gerade in der Nähe ist. Die Einladung zu Familie Ramme heute Abend kann ich nicht ausschlagen. Hoffentlich bin ich morgen fit für Hansa gegen Magdeburg. 3 volle Tage und so viele Begegnungen, alles nur um die Ecke. Gott führt mich unter die Menschen und zu den Menschen, wir sind gemeinsam unTerwegs.


Vereinigung

Zurück aus Hamburg war die erste Frage, ob das Wohnmobil denn durch den TÜV gekommen sei. "Kannste abholen, alles gemacht!" Erleichterung. Danke. Ich sitze in meinem Zuhause und bin glücklich. Hatte ein wenig Sorgen, ob das gut geht. Frohen Mutes lenke ich mein Kloster auf den Pfarrhof in Waren. Schönes Gefühl. Die Plakette zeigt September 2024 und das sieht gut aus. Am Sonnabend ist ökumenischer Stadtgottesdient auf dem Mühlenberg, das ist die Freilichtbühne in Waren. Das Wohnmobil parkte ich direkt davor, nicht wie vor Wochen als jemand mit dem Auto mitten in die Vorstellung platzte. Schön alles aufgebaut und noch Pflaumen aus dem Pfarrgarten dabei, kam keiner an mir vorbei. Leider fiel der Gottesdienst dann ins Wasser, es schüttete wie aus Kübeln und alle flüchteten ins Trockene. Schade für die ganze Mühe und den Aufwand. Ich zog mit meinen Segenskarten, für die Kinder Segensklammern von Tisch zu Tisch. Ach ja, Pastorin Lühnert hatte sich geschnitten. Ein Glück, dass ich meinen Verbandskasten zur Stelle hatte. Dr. Ramme verarztete sie und ich durfte ihm assistieren. Sah gut und dekorativ aus. Wir zogen dann alle los wie begossene Pudel. Die Markise trocknete über Nacht nicht. Die Natur freut sich über das Nass, die Müritz ist noch nicht übergelaufen.

Sonntagsgottesdienst in Waren

"Du könntest auch mal wieder in Waren die Hl. Messe übernehmen, die Leute fragen schon nach dir!" Br. Martin, der Pfarrer der Gemeinde. Gerne doch. Ich fahre das Wohnmobil vor die Kirche, Markise, Tisch und Bänke raus und die  Fahne aufhängen. "Ist die Messe heute draußen?" Könnten wir. Es geht um das verlorene Schaf, die verlorene Drachme. Wer kennt das nicht, etwas zu verlieren? Ich erzähle vom jungen Menschen, den ich in Hamburg vor Tagen kennengelernt habe, der sich verloren fühlt und viele Menschen, die in der Kirche keine Heimat mehr haben, die die Kirche verloren hat. "Wer geht ihnen denn hinterher und sucht sie auf? Wo sind die Guten Hirten? Erleben  nicht viele von Kirchenvertretern genau das Gegenteil?" Beim Predigtlied machen alle mit, das ist lebendige Kirche. Am Ende begrüße ich eigens die Urlauber, aus dem Eichsfeld, Bielefeld, die Ordensschwestern, gestern extra eingeladen, sind da, aus Kiel und Offenbach haben wir Gäste. Waren ist der Urlaubsort für viele. Mit einigen komme ich nachher ins Gespräch. Das Paar aus Heiligenstadt bleibt länger und wir haben viel zu erzählen. Am Ende singen wir zusammen noch das Eichsfeldlied, kann ich auswendig. Um 12 Uhr läuten die Glocken zum Angelus, Mittagessen. Noch ein Tipp für Waren? Am Nachmittag sitze ich vor der Kirche, langsam wird alles trocken. "Ich bin Atheistin, nein Danke!" Die Segenskarte passt. Eine Teelicht für ihren Mann, birthday, noch. Geht doch!



Autofreie Zeit

Abends traf ich Moritz am Wohnmobil. Die Dauerkarte bin ich wieder los. Wir haben gequatscht, bis es kalt und dunkel wurde, bleiben in Verbindung. 

Am Montag brachte ich das Wohnmobil in die Werkstatt, TÜV, viel Erfolg. Der PKW ist wohl nicht mehr zu retten. Dann fahre ich nach Hamburg für ein paar Tage mit dem Zug. Bei den Brüdern finde ich immer ein Bett. Behördengänge sind angesagt. Es ist gut, sich mal persönlich vorzustellen. P. Thomas begrüßt mich freundlich und zeigt mir das Gästezimmer. Stadtspaziergang und Hafen. Eine Einladung habe ich bekommen in die Katholische Akademie, 19 Uhr. Die S-Bahn bringt mich fast pünktlich zum Ziel. OutInChurch ist das Thema. Vor mir sitzt ein junger Mensch, Kater. Wir kommen ins Gespräch, hat schlechte Erfahrungen mit Kirche, verstehe ich. Aber reden darüber, geht nicht. Verstehe ich auch. Am selben Abend noch bekomme ich eine mail. "Danke, dass du mich angesprochen hast!". Heute wollen wir uns noch mal treffen. Spannend.

Gestern nach Helgoland. Etwas Wind und Seeluft genießen. Die Elbe abwärts mit dem Katamaran. Was man da rechts und links alles sieht? In Cuxhaven ist das Wetter sehr bescheiden, Gewitter, Regen, Wind. Super für die Insel. Aber es lichtet sich. Einmal um die Insel,  evangelische und katholische Kirche und eine gute Lektüre und die 4,5 h sind um. "Das klingt nach Urlaub!" höre ich von Veronika am Telefon. Ja, aber ist nicht alles Urlaub, was ich mache! Nicht ganz. Ich treffe Mario im Rollstuhl und seine Mutter Elke. Eine tolle, starke und positive Frau. Als sie erzählt, dass ihr Mann seit 5 Jahren mit Krebs kämpft, wird sie kurz schwach. "Toll, was du machst, würde ich glatt mitmachen!" Sie lädt mich ein, sie mal zu besuchen in der Nähe von Bremerhaven. Wär mal ne Idee. Bei herrlichem Sonnenschein, mit innerer Zufriedenheit mache ich mich nach einem langen und schönen Tag auf den Weg in die Freie und Hansestadt Hamburg mit steuerfreier Schokolade und einer Flasche Wisky für ...? 13 h war ich unTerwegs. Der Herr geht mit, wenn es sein muss übers Wasser. 



Kreuz- und Querfahrt

Na ja, mit der Jugend wurde es nichts zum Hansaspiel. Maxi hat mir Sonntagmorgen abgesagt. Schade! So nahm ich den Zug nach Rostock und fuhr gleich durch nach Warnemünde. In der S-Bahn traf ich doch tatsächlich einen alten Bekannten aus dem Knast mit seiner Frau. Ihm erzählte ich dann, dass ich noch eine Karte fürs heutige Hansaspiel übrig habe und sie war verschenkt. In Warnemünde standen zwei Kreuzfahrtschiffe. Es war schwer, mit Menschen in Kontakt zu kommen. Sie kamen gerade vom Schiff und hatten zu tun, sich auf den Heimweg zu machen. Oder sie wollten aufs Schiff und waren beschäftigt mit dem, was kommt. Aber ich fand ein Ehepaar aus Riesa, das verärgert war, weil sie schon seit über zwei Stunden auf den Bus warteten. "Wir kommen aus Halle!" Das kann man auch genauer beschrieben antwortete ich. "Aus dem Süden!" Sie kannten sich da gut aus, aber ich auch. Fast hätten wir noch gemeinsame Bekannte gehabt. Ein Herr mit Spanienflagge, Reiseführer, erkannte mich sofort als Franziskaner, kommt ursprünglich aus Argentinien. Deutsch liegt ihm mehr als englisch, mein Spanisch ist doch sehr schwach. Zwei ältere Menschen setzen sich zu mir auf die Bank und erzählen. Brandenburg an der Havel. Sie reisen nach zwei Wochen heute wieder ab. Auch sie bekommen Segenskarten. Eine ältere Dame sortiert ihre Segenskarte, die Tochter nimmt sie ihr aus der Hand und sagt: "Das brauchen wir nicht!" So geht das nicht. Und ich wünsche der Frau einen schönen Tag.  Schöner war die Begegnung mit einer jungen Familie aus Schwerin vor den Sandskulpturen. Auch zwei Berliner traf ich noch, die in die falsche Richtung liefen. "Zum Kreuzfahrtterminal geht es da lang!" Das wussten sie, aber sie hatten ja noch Zeit.

Fazit, Kreuzfahrtkaplan werde ich nicht! Dann doch lieber ins Ostseestadion. Jetzt aber los! Wieder auf der Südtribüne, haben wir alles gegeben, leider hat es nicht gereicht. Das Spiel war auch nicht gut. Wir haben gegen Hannover 0:1 verloren. Man muss auch mit Niederlagen umgehen können. Traurig, aber wahr. 


Wandern mit dem Erzbischof Stefan

Erzbischof Stefan Heße von Hamburg hat zum Wandern für Hauptamtliche in Mecklenburg eingeladen. Start- und Endpunkt waren die Kirche in Levitzow. 10 km standen auf dem Programm. Zeit, unterwegs ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu beten und zu singen. Mittagessen im Lokal. "Wir können ruhig laut beten, das sind sie hier gewöhnt!" 96% katholisch, nicht normal im Land. Immer wieder trafen wir Menschen auf dem Weg. Ein Ehepaar aus Lübeck, Leon mit dem Fahrrad, der ein Stück nebenher fuhr. Walburga, Matgendorf, hielt an, Gemeindemitglied, ein Ehepaar vom Niederrhein, die hier Verwandte besuchen... Nachher wussten dann alle, dass der Erzbischof unterwegs ist. "Sie sprechen auch alle an, Br. Gabriel!" "Das ist mein Anspruch, lieber Herr Erzbischof!" Mit  dem Fahrer und dem Erzbischof waren wir 11 Personen aus Rostock, Ortspfarrei,  Probst aus Schwerin und ich natürlich. Eine kleine und gute Gruppe. Alle bekamen eine Wäscheklammer als Namensschild. Das war Premiere meines Projektes, trugen alle außer der Chef. Das Wetter war ideal. Aber wer war dafür verantwortlich? Der Erzbischof selbst hatte sich drum gekümmert. Wir gönnen ihm den Ruhm dafür. Die Idee, einen katholischen Fanverein für Hansa zu gründen, kam von mir. "Es gibt viele Fans der Jugend in der Pfarrei von Rostock! Bei den Minitagen in Boitzenburg kamen einige von unseren Ministranten  mit dem T-Shirt gegen St. Pauli." Ob die Idee in die Tat umgesetzt wird? An mir soll es nicht liegen. Am Sonntag bin ich wieder im Ostseestadion gegen Hannover 96. Heimsieg ist dann wieder Pflicht.

Missionstreffen

Steffi hat sich bei mir gemeldet, um sich über mein Projekt zu informieren.  Im Pfarrblatt hat sie meine Nummer gelesen. Vor dem Wohnmobil mit Wasser und Pflaumen sprachen wir. In der katholischen Gemeinde in Schwerin fand sie keine Heimat. Jetzt ist sie bei den Baptisten, in einer Regentonne getauft, weil das Taufbecken undicht war. Sie organisiert ein Zeltdorf jedes Jahr und suchte mich, dass ich mitmache. "Gerne doch, aber genau in dieser Zeit bin ich auf Wallfahrt. "Ich kann euch besuchen, wenn ich bald in Schwerin bin!" Es gibt verschiedene Wege zu Gott. Aber die Art von Mission  ist nicht ganz meins.

 

Am Abend fuhr ich nach Malchow zur Vorabendmesse, Familiengottesdienst. "Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, kann nicht mein Jünger sein!" Die Enkel von Frau Meisel trugen das Kreuz in die Kirche und halfen dabei, das Kreuz von San Damiano zu entdecken. Keiner wurde verschont. Im Anschluss sah ich zwei junge Leute hinten sitzen und sprach sie an. Andreas und Mirian. "Wir gehen zu mir!" Beide sind "wiedergeboren", vor zwei Jahren getauft. Sie haben sich mit Bibel und Glauben auseinandergesetzt. Nicht in allem waren wir einer Meinung, muss auch nicht. Eine ganze Stunde saßen wir zusammen. Es war schön, interessant und intensiv. Das T-Kreuz hing dann bei beiden um den Hals. Wir verabredeten uns bis spätestens im Himmel. Ach ja, morgen früh muss ich wieder nach Malchow, Maxi abholen, weil ich noch die Hansakarte von Moritz habe, immer noch krank, Hätte ich nicht gedacht. Habe  selber ein Ticket gekauft. Es wäre  schade, es verfallen zu lassen. 



Familienfeiern

Schon lange stand fest, dass ich der Festprediger für 90 Jahre Kirche in Erkner sein soll, meine Taufkirche. Gerne habe ich zugesagt. Nun kam aber noch der 40. Geburtstag meines Neffen Martin dazu und ein Familiengottesdienst in Rüdersdorf. Am Montag kommt eine befreundete Familie nach Waren mit dem Wohnmobil. Alles privat? Keineswegs.

Geburtstag mit vielen Nichtchristen

Da kommt man mit vielen in Kontakt. "Ich weiß, du bist der Onkel von Martin und im Kloster!", "Find ich spannend, einfach Leute anquatschen!", "Ich habe mich frisch von meiner Frau getrennt!", "Meinen langjährigen Job habe ich gekündigt, weil ich mehr Zeit für die Familie brauche!° Wir hätten vor Ort den Gottesdienst feiern können, Publikum genug. Einige kannten mich noch von der Hochzeit, die nur standesamtlich gehalten wurde, aber mit einem Segen auf der Straße. 

Familiengottesdienst als Vorabendmesse in Rüdersdorf

Eine Hl. Messe in meiner Heimatgemeinde ist immer ein Heimspiel. "Natürlich machen wir einen großen Einzug mit allen Kindern!" Den Weihrauch konnte ich gerade noch abbiegen, obwohl wir genug Ministranten hatten. Es ging im Evangelium um den ersten Platz. "Gott teilt euch die Plätze zu. Bei Gott sitzt ihr immer in der ersten Reihe!" Das wurde dann sofort in die Praxis umgesetzt. Die Kinder nach vorn. Emil ist noch nicht Ministrant. "Du kannst schon mal üben, komm mit!" Fabian holte sofort die dazugehörigen Klamotten. Stolz wie Oskar stand Emil vorn. "Bei mir fing das damals auch so an!" Die Schulkinder wurden von der ganzen Gemeinde gesegnet. Es sind ja schließlich eure Kinder und Enkelkinder. Am Ende durften die Kleinen  einmal durch das Rollende Kloster marschieren und es gab eine kleine Belohnung. Lebendige Kirche und unsere Zukunft. Marco, der Papa von Emil, bei der Feier wusste schon vom neuen Ministranten. "Hat er sofort erzählt!" 

Erkner feiert Jubiläum

"Heute vor genau 90 Jahren wurde Richtfest in Erkner gefeiert!" Der feierliche Gottesdienst fand im Garten statt. Hinter uns, direkt am Dämmeritzsee, war Party auf einem Boot. "Kirche muss raus zu den Menschen,  unser Auftrag!" Über das Gebäude Kirche, sichtbare, hörbar, erlebbar und die Gemeinschaft der Kirche, sichtbar, hörbar, erlebbar habe ich gepredigt. Petrus, der Fels, ist Fundament der Kirche, so das Festtagsevangelium. "Wenn wir an Christus festhalten, wird das Schiff Kirche nicht untergehen!" Nach der Predigt sollte ich die Schulkinder segnen, bin ich geübt mittlerweile. Gemeindefest, Essen, Getränke und dem Eiswagen vom Erzbistum, den ich schon von Stuttgart kenne. Die Jugend zeigte mir ihren zukünftigen Raum, der noch eingerichtet wird. Mit Segenskarten, für die Kinder Segensstempel auf den Arm, ging der Sonntag in Erkner für mich zu Ende. Schließlich muss ich noch nach Waren.

Stefan und Kerstin Flerlage in Waren zu Besuch

Ein befreundetes Ehepaar, Stefan und Kerstin, die ich aus meiner Kaplanszeit in Holzhausen kenne, sind mit ihrem Wohnmobil unterwegs, wollen mich in Waren treffen. "Gabriel, wir sind schon in der Goethestraße, wohin?" Ihr müsst die Kirche links liegen lassen, meine Antwort . Nach dem Abendessen, Reste vom reichhaltigen Mittag, gab es etwas aus dem Fass vom Kreuzberg, zufällig noch im Keller. Teile vom Kirchenchor kamen dazu. Schöner Abend. Frühstück für die Urlauber gab es später. Mit dem Rad durch den Nationalpark war für beide ein Erlebnis. Allerdings war es nicht einfach mit Hundeanhänger. Wir hielten am Schiffsanleger, trafen Leute aus Boizenburg,  Nationalparkhaus und Fischadler mit Vortrag, Mittagspause, Hörspielkirche in Federow und den Käflingsturm mit wunderschönen Blick. Überall Urlauber, Sachsen, Baden-Würtenberg und ein Ehepaar aus  Stuttgart. Immer dabei die bewährten Segenskarten. Ein Bad in der Müritz, haben wir uns verdient, einen Imbiss, dann Aufbruch für zwei gute Freunde. Man kann an der Müritz urlauben. Sie wollen noch weiter auf die Insel Usedom. Das ging nicht mehr. "Wir haben uns am Hafen in Demmin aufgestellt, fahren morgen weiter, haben Zeit!!" Na dann gute Fahrt und dann zurück nach Osnabrück. Wir sind alle eine große Familie.



Hier  ist die Welt zuende - Mecklenburg endet in Friedland

Ein Friedland gibt es auch hinter Neubrandenburg. Für drei Tage habe ich hier Station gemacht, St. Norbert, an der Stadtmauer. Als ich am Mittwoch ankam, winkte mir eine Dame zu. Wie freundlich. Ich besuchte die Seniorengruppe am Mühlenteich sogleich. Mit Gerhard kam ich gut ins Gespräch. Er wird jeden Tag abgeholt in die Tagespflege. Abends kümmert sich seine Tochter in einem kleinen Dorf um ihn. Seine Frau ist längst gestorben. Beim Stadtspaziergang kam ich zur Marienkirche am Markt, die nicht zu übersehen ist. Pastor John, der zur Hälfte auch Arzt ist, hat mir von den 22 Dorfkirchen erzählt, die dazu gehören. Ein junger Mann hatte mir erzählt, wo ich das Kirchencafe fände, leider geschlossen. Als ich abends durch die Stadt streifte, traf ich nur wenige. An der Bushaltestelle am Marktplatz saßen zwei junge Männer. Sie erzählten, dass seit der Wende 1989 es nur noch bergab geht hier. Viel Frust habe ich gespürt, Hoffnungslosigkeit. Als Kumpel Daniel kam, Frührentner, Arbeitsunfalls, nahm er mich mit zum Döner, wo ich hoffentlich noch was zu Trinken bekommen würde. Fehlanzeige, der macht um 20 Uhr zu. John, der putzt, darf nichts rausgeben. So hatte ich am ersten Tag in Friedland schon um 21 Uhr Feierabend. Am nächsten Morgen las ich in der Stadtgeschichte, Befestigungsanlagen als Grenzstadt zu Pommern, lag an einer wichtigen Handelsstraße. Der älteste Sportverein Deutschlands, Turnvater Jahn, ist hier ansässig. Aber das ist lange her. Ich wollte die Sozialstation der Caritas besuchen, mitten in der Stadt, da hatte aber keiner Zeit. Also auf ins Rathaus. "Wer kann mir hier was über Friedland erzählen?" "Gehen sie mal ganz nach oben, Frau Hagemann ist die Richtige!" Das stimmte. Sie nahm sich viel Zeit und erzählte. Ganz so düster sieht es hier doch nicht aus. Aber die Finanzen sind rar. Für Jugendarbeit ist der Landkreis zuständig und es fehlt an geeignetem Personal. Ihr Kollege, katholisch, berichtet aus seiner Sicht. Frohen Mutes machte ich mich wieder auf den Weg. Am Anklammer Tor traf ich noch eine Schulklasse, die gerade einen Stadtführung machte. Jetzt zurück, um 12 Uhr Angelusläuten und Mittagspause. Am Nachmittag auf den Fangelturm, ehemaliges Verlies der Stadt mit einem wunderschönen Ausblick über die Stadt, Neubauten und Stadtmauer. Die alte Mühle und die freundlichen Museumsangestellten rundeten den Nachmittag ab. Ach ja, ich erfuhr noch, dass morgen der neue Fitnispfad eingeweiht werde am Mühlenteich. Das passt. Abends werde ich mich mit meinem Mobil auf den Marktplatz stellen und schauen, wen ich treffe. Heute war ich früher, der Döner war noch offen, mein Abendbrot gerettet. Auf einer Bank traf ich drei junge Leute, Adrian mit seiner Schwester und deren Freundin. Außer, dass an seinem gebraucht gekauften Fahrrad eine BVB-Klingel hing, traf ich einen offenen, freundlichen jungen Mann, der in der 10 Klasse einer Förderschule lernt. Auf dem Markt dann erzählte mir Jonas dann, das er in Neubrandenburg ein FSJ im Carisat-Laden der Caritas macht. Wer Jona ist, warum er von einem Wal verschluckt wurde, das können ihm die Mitarbeiter vor Ort erklären. Ein Glück hat REWE bis 21 Uhr offen, so pilgeren immer wieder Menschen über den Platz oder setzten sich auf die Bänke. Um 21 Uhr verabschiedete ich mich von dort und setzte mich in die leere Kirche. Kerzen und Weihrauch erfüllen das Dunkel des Raumes. Für Freitag habe ich mich um 9 Uhr mit Frank verabredet, um Lieder für den Gottesdienst nachmittags  abzusprechen uns den Liedercomputer zu programmieren. Wir hatten ein gutes Gespräch. "Heute vor 33 Jahren haben wir hier geheiratet!" Ich lud auch seine Frau ein, dann gibt es einen speziellen Segen nachher. Wir liefen gemeinsam zum Mühlenteich, wo der Pfad eröffnet werden sollte. "Am Gesundheitsamt geht´s los!" Ab im Laufschritt. Dort stand schon die Meute. Der Stadtpräsident, das Ordnungsamt, Sponsoren und zwei Schüler, die fotografierten. Ein junger Mann, durfte das rote Band durchschneiden. Die Jugend voran. Ich fragte, ob ich auch noch einen Segen spenden dürfe, wo ich doch schon mal da bin. So wurde ich vorgestellt und tat meinen Dienst. "Ich bin noch nie gesegnet worden!" Dann wird es aber Zeit! "Sie sind das an der Kirche? Ich habe mich gefragt, wer so dreist ist und an der Kirche campt?" die Dame aus dem Bauamt, die regelmäßig an der katholischen Kirche vorbeikommt. Alles abgesprochen. Zur Messe kam der Organist aus Neubrandenburg. Auch gut. Anschließend Abfahrt zurück nach Waren, 69 km. Ausräumen, waschen und packen für morgen. Geburtstag meines Neffen Martin, Familienmesse und die Festpredigt in Erkner, 90 Jahre Kirche, 75 Jahre Pfarrei, dann drei Tage frei. Friedland war spannender als ich gedacht habe. Wenn wir uns als Kirche sozial engagierten, hätten wir dort viel zu tun und könnten die Räume und Flächen gut nutzen. Schlag ich dem Erzbischof mal vor.


Im Urlaub an der Ostsee

Mein Weg führte an die Ostseeküste, Wismar, Boltenhagen,  Klütz. Mittwoch schaute ich mir den Ort an. Viel ist hier nicht los, eine offene Kirche und eine Pastorin, mit ein paar Damen im Garten. Ich störte und stellte mich vor.

Dann lief ich zum Schloss Bothmer, beeindruckende Anlage. Dort traf ich viele Menschen, sprach mit dem Personal und traf junge Musiker. Nur eine Führung durch die Anlage schenkte ich mir. Infos gab es im Buch.

Am Donnerstag fuhr ich nach Boltenhagen und parkte an der Kirche, unweit vom Strand. Dort war ich eine ganze Weile und traf immer wieder Leute, eine krebskranke Frau, ein Ehepaar aus Dortmund, die noch P. Elmar kennen. Auf der Promenade saß Bärbel aus der Rehaklinik. Eine Familie aus Göttingen mit dem 16 jährigen Sohn traf ich, von TAize keine Ahnung, ehrenamtlich tätig, Patrick aus Riesa mit seiner Familie, Sebastian im Rollstuhl mit seinen Eltern, die ich abends am Strand wieder traf. In der Kurverwaltung machte ich Halt und stellte mich vor. Und ich traf Gerhard, der mir seinen Freund ans Herz legte, der katholisch ist. Den besuchte ich. Große Irritationen, obwohl ich mich vorstellte. Er und seine Frau konnten anfangs nichts mit mir anfangen- Am Ende war ich eine Stunde bei ihm und wusste, warum er aus Düsseldorf herkam. Vor der Kirche traf ich noch Alex und seinen Cousin aus Wiesbaden, die eine Segenskarte ziehen durften. Es waren 9 Stunden Urlauberseelsorge bevor ich mich wieder in mein Womo setzte und zurück nach Klütz fuhr, nicht ohne noch einen Eisbecher zu genießen

 

Ach ja, eine Spontantaufe kam noch hinzu. Der Diakon konnte nicht, also traf ich mich mit der Mutter von Jasper, um für Samstag die Taufe zu gestalten. Hat sich gelohnt. Dann ab nach Neukloster zur Vorabendmesse, Sonntag hatte ich um 10.30 Uhr in Wismar, St. Laurentius,  die Familienmesse.

Das Ostseestadion bebt gegen St. Pauli am Sonntag

Von 11.54 Uhr, Ende der Sonntagsmesse, bis zum Anstoß im Ostseestadion, 13.30 Uhr, F.C. Hansa - St. Pauli ist nicht viel Zeit. Dank Roland, der mir Taxi ist, bin ich früh genug am Stadion. Südtribüne heute. Das ist Premiere. Dank Moritz, der mir für heute seine Dauerkarte überlassen hat, Mutti heiratet, bin ich Teil der großen Fangemeinde. Einlass? "Wir machen Tribünensturm!" Alle gleichzeitig rein, geht auch. Stimmung ist außergewöhnlich gut, lautstark und mit Choreographie unterstützen wir unseren Verein. Qualm im Gästeblock. Geht das gut oder wird es Randale geben? Wasserwerfer stehen bereit, die habe ich gesehen. Hansa spielt auf unser Tor und wir sehen das 1:0, kein Halten auf der Tribüne, ich bekomme eine Bierdusche, normal. Wir machen weiter und das zweite Tor fällt. Freude ohne Ende. Das sieht heute wirklich gut aus. St. Pauli kommt nicht hinterher. In der zweiten Halbzeit sind wir dann nicht mehr so stark, verteidigen gut. Am Ende geht das Spiel mit 2:0 an uns. Feiern kann ich nicht mehr so viel, muss zurück nach Wismar mit dem Zug, denn dort steht mein kaputtes Wohnmobil.

 

Von dort bekomme ich durch Roland ein Taxi nach Waren, weil das Fahrzeug in der Werkstatt steht. Dennoch ein sehr gelungener Tag, hätte nicht besser laufen können. Dank Moritz, Roland und dem Herrn natürlich war das ein wunderschöner Tag, nicht nur wegen des Sieges von Hansa, aber auch.



Danke, danke, danke, danke für alles

1. Für das Heimspiel Hansa-St. Pauli gab es über die Ticketseite und online keine Karten mehr. Schade! Über Polizeikontakte mit den früheren Seelsorger der Polizei nicht und über die Uniärtzte in Rostock auch nicht. Ich traf Moritz bei Netto, einen jungen Mann aus Waren. Er hat mir seine Dauerkarte mal kurz überlassen, weil er am 21.8. nicht kann. Wir kannten uns vorher nicht. Das hat sich geändert. Vielen Dank dir für dein Vertrauen und die schnelle Hilfe. Ich habe ihn nicht enttäuscht. Hansa hat 2:0 gewonnen. Geht doch!

2. In der vergangenen Woche war ich in Klütz. Im Pfarrbüro in Wismar hat mir Frau Mannheimer den Kontakt hergestellt und mich bei Beate angemeldet. Die empfängt sie, weil sie krankheitshalber nicht arbeitet.  Vielen Dank!

3. Frau Poschlott, Beate, wartete schon am Pfarrhaus und bot mir erst einmal ein Glas Wasser an. Wir kamen länger ins Gespräch. Ich durfte Küche und Klo benutzen und auch die Kirche. Das Wohnmobil stand hinter der Kirche. Auch managte Beate den Kontakt zum Diakon, der die Taufe am Samstag in der Klützer Kirche haben sollte, aber gerade in einem Coronahaushalt lebt. Danke für die Gastfreundschaft und die Unterstützung.

4. Danke den jungen Musikern auf Schloss Bothmer, die mich an der Probe für das Konzert am Abend haben teilnehmen lassen. Vorher habe ich sie befragt, was für sie Erfolg ist. Die Gesichter der Menschen, viel Geld, gelungenes Spiel.

5. Am Donnerstag führ ich nach Boltenhagen an die Ostsee. Parken? Vor der ev. Kirche. Herr Müller hat gerade die Kirche aufgeschlossen. "Sind sie hier der Pastor?" Das konnte nicht sein, denn die Pastoren hatte ich gestern schon in Klütz getroffen. Er gab mir einfach einen Parkschien der Gemeinde. Danke. 

6. Danke an die Kurverwaltung in Boltenhagen. Kompetent und freundlich haben sie mir Auskunft erteilt und sich interessiert gezeigt an meinem Dienst.

7. Clemens, der Ruheständler in Neukloster, hat in der Vorabendmesse Orgel gespielt und die Lieder rausgesucht. Das war schön und hilfreich.

8. Ute Weng, die Gemeindereferentin, hat für Sonntag in Wismar den schönen Gottesdienst gestaltet mit Kindern der RKW, Religiöse Kinderwoche, Musik, Predigt und Geschenke für die Schulkinder. Danke auch an den Küster und die Ministranten für die gute Unterstützung, es war feierlich.

9. Am Freitag Abend war ich  eingeladen zum Dankeschön für die Helfer zum Klosterfest 800 Jahre Tempzin. Der Bürgermeister Siggi wollte auch mich. Es gab Essen, Getränke, eine schöne Rede, viele nette und intensive Gespräche mit den Landfrauen, der Landjugend, der Feuerwehr und den Dorfbewohnern. Den Abschluss in Tempzin bildete die Komplet mit Menschen der Rostocker Stadtmission, die einen Einkehrtag hielten. Auch Laudes und Frühstück gab es noch an dem schönen Ort. Danke Maria, die so aktiv im Pilgerkloster ist.

 

Ein ganz großer Dank gilt Roland aus Neukloster, Mitglied des 3. Ordens der Franziskaner, Küster in Neukloster und ein guter Freund. Er hat mich nach der Taufe am Sonnabend von Klütz abgeholt, weil mein Womo nicht fahren und auch mit Tricks nicht anspringen wollte. Ich fuhr mit ihm. Am Sonntag saß ich neben ihm nach Wismar zur Hl. Messe. Dann brachte er mich zum Hansaspiel und fuhr nach Klütz, um sich dem Auto mit einem Freund zu widmen. Per Zug nach Wismar, holte Roland mich am Bahnhof ab. Es ging nach Grevesmühlen. Ich holte noch diverse Dinge aus dem Fahrzeug, das schon in der Werkstatt stand. Über Neukloster bekam ich durch ihn noch die Heimfahrt nach Waren an einem bewegten, schönen, und anstrengendem Wochenende. Ohne dich und deine ganz tolle Unterstützung hätte ich das alles nicht erleben und schaffen können. Dir sei ganz herzlichen gedankt. Da sage ich mit meinem Lieblingsspruch: "Auf weitere gute Zusammenarbeit, Roland!"

Ach ja, nach der Vorabendmesse wurde noch gegrillt. Ein Glück war noch ein kleines Fässchen Bier vom Kreuzberg im Angebot. Und für das Frühstück um 5.30 Uhr bin ich natürlich in aller Herrgottsfrühe aufgestanden, damit er von Waren pünktlich in Wismar zur Arbeit erscheinen kann. Der Tacho zeigte dann 500 km mehr an. Jetzt kümmert er sich noch um einen neuen Anlasser für das Wohnmobil, dienstlich. Was für eine Leistung, was für ein Einsatz! Mit dir, mit Gott und so vielen tollen Leuten habe ich zu tun. Danke, danke, danke!

Von der Urlauberseelsorge und allem anderen später.


Kontakt

Bruder Gabriel Zörnig

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Tel: +49 174 77 11 82 4

 

 

gabriel.zoernig@franziskaner.de

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